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Copy-Paste-Chaos im Labor? Batch-Templates in LabWare 8 helfen

Einleitung: Das verborgene Risiko bei der Laborvorbereitung

Jedes pharmazeutische Labor führt jede Woche unzählige wiederholende Analysen durch. Häufig werden bei mehreren Chargen dieselben Instrumente, Reagenzien und Standards verwendet. Dennoch bereiten in vielen Unternehmen Analysten jede Charge separat im LIMS vor und geben immer wieder dieselben Daten ein.

Analyst bei der Vorbereitung von Proben in einer LabWare 8-Batch-Vorlage

Diese manuelle Duplizierung ist nicht nur ineffizient — sie ist gefährlich. Kopier-und-Einfüge-Fehler schleichen sich ein, Reagenzien werden vertauscht und Instrumente falsch zugewiesen. Kleine Fehler entwickeln sich schnell zu Abweichungen, Wiederholungsanalysen und Inspektionsbefunden.

LabWare 8 bietet eine einfache, aber leistungsstarke Lösung: Batch-Vorlagen. Durch das einmalige Definieren von Geräten, Standards und Instrumenten und deren Anwendung auf mehrere Chargen sparen Analysten Zeit, verringern das Risiko und gewährleisten Konsistenz. Es ist das digitale Äquivalent zu „einmal machen, vielfach nutzen“ — genau das, was GMP-konforme Labore brauchen.

 

Die geschäftlichen Auswirkungen manueller Duplizierung

Wenn Labore keine Batch-Vorlagen nutzen, steigen die Kosten schnell an:

  • Ineffizienz der Analysten: Stunden gehen für repetitive Dateneingaben verloren, anstatt sich mit der Wissenschaft zu befassen.
  • Risiken für die Datenintegrität: Kopier-und-Einfüge-Vorgänge führen zu Inkonsistenzen zwischen den Chargen.
  • Abweichungskosten: Falsche Instrumentenzuordnungen lösen Untersuchungen und CAPAs aus.
  • Verzögerte Freigabe: Vorbereitungsfehler verzögern die Analyse und dadurch auch die Chargenfreigabe.

Praxisbeispiel: In einem Auftragslabor mussten Analysten Stabilitätsstudien für sieben Chargen desselben Produkts vorbereiten. Jede Vorbereitung erforderte identische Reagenzien und Standards, dennoch wurde alles separat eingegeben. Innerhalb weniger Wochen traten Abweichungen aufgrund von Reagenzien-Verwechslungen auf — ein Problem, das sich mit Batch-Vorlagen leicht hätte vermeiden lassen.

 

Warum Labore ohne Batch-Vorlagen zu kämpfen haben

1. Hohe Wiederholungsrate, geringe Standardisierung
Analysten wiederholen dieselben Schritte dutzendfach, anstatt sie zu konsolidieren.

2. Zu starke Abhängigkeit von manuellem Kopier-und-Einfügen
Kopier-und-Einfüge-Abkürzungen erhöhen die Wahrscheinlichkeit, wichtige Felder zu übersehen.

3. Fragmentierte Dateneingabe
Ohne Vorlagen wird jede Charge isoliert behandelt, selbst wenn die Arbeiten identisch sind.

4. Mangelndes Bewusstsein
Viele Labore nutzen die Möglichkeiten ihres LIMS nicht aus, da ihnen weder die Existenz von Batch-Vorlagen noch deren effektive Konfiguration bekannt sind.

 

Schnelle Selbstdiagnose: Steckt Ihr Labor im Kopier-und-Einfügen-Modus fest?

Wenn Sie drei oder mehr dieser Fragen mit „Ja“ beantworten, benötigt Ihr Labor dringend Batch-Vorlagen.

  1. Geben Analysten für jede Charge identische Geräte und Reagenzien erneut ein?
  2. Haben Sie bereits Abweichungen aufgrund falscher Instrumentenzuordnungen erlebt?
  3. Treten Kopier-und-Einfüge-Fehler in den Vorbereitungsprotokollen auf?
  4. Beschweren sich Ihre Analysten über repetitive LIMS-Arbeiten?
  5. Werden Freigabetermine durch Vorbereitungsfehler im Labor verzögert?
  6. Hat ein Inspektor jemals gefragt, warum identische Tests bei verschiedenen Chargen inkonsistent aussehen?
  7. Verwenden Analysten persönliche „Excel-Checklisten“, um Konsistenz zu gewährleisten?

 

Was Aufsichtsbehörden erwarten: Klarheit in der Compliance

Sowohl die FDA als auch die EMA betonen Konsistenz, Genauigkeit und Datenintegrität in Laborabläufen.

  • FDA 21 CFR Part 211.194: Laboraufzeichnungen müssen vollständige Daten aller Tests mit Genauigkeit und Rückverfolgbarkeit enthalten.
  • EU GMP Annex 11: Computergestützte Systeme müssen menschliche Fehler reduzieren und Konsistenz sicherstellen.
  • ICH Q10: Fordert Standardisierung und systembasierte Kontrollen zur Verringerung von Variabilität.

Durch die Durchsetzung von Standardisierung und Minimierung des Transkriptionsrisikos unterstützen Batch-Vorlagen diese Prinzipien direkt.

FDA 21 CFR 211.194

EU GMP Annex 11

 

Wie LabWare 8 Batch-Vorlagen das Problem lösen

1. Zentrale Einrichtung
Definieren Sie alle Geräte, Reagenzien und Instrumente einmal und verwenden Sie sie für mehrere Chargen.

2. Verknüpfte Analysen über mehrere Proben hinweg
Batch-Vorlagen ermöglichen es Analysten, identische Analysen für verschiedene Chargen zusammenzufassen und so Einheitlichkeit zu gewährleisten.

3. Fehlerreduktion
Kein Kopier-und-Einfügen mehr: Einmalige Erfassung gilt für alle ausgewählten Chargen und verringert das Abweichungsrisiko.

4. Zeiteffizienz
Analysten bereiten ihre Arbeit einmal vor und sparen Stunden bei der repetitiven Dateneingabe.

Fallbeispiel: Bei einem globalen Generika-Unternehmen verringerte die Einführung von Batch-Vorlagen für Auflösungstests die Vorbereitungszeit der Analysten um 60%. Gleichzeitig sanken Abweichungen aufgrund falscher Instrumentenzuordnungen nahezu auf null.

 

Aktionsplan für Führungskräfte

  • Bewerten Sie, wie häufig Ihr Labor identische Vorbereitungen für verschiedene Chargen wiederholt.
  • Prüfen Sie Abweichungen, die auf Kopier-und-Einfüge-Fehler oder falsche Instrumentenzuordnungen zurückzuführen sind.
  • Konfigurieren Sie Batch-Vorlagen in LabWare 8 für Analysen mit hohen Volumina und häufigen Wiederholungen.
  • Validieren Sie den Vorlagenprozess gemäß CSV/CSA-Richtlinien, um den behördlichen Anforderungen gerecht zu werden.
  • Schulen Sie Analysten und Key User, damit sie Batch-Vorlagen für Effizienz und Compliance nutzen können.

 

Führung & Strategie: Standardisierung als Wettbewerbsvorteil

Batch-Vorlagen sind mehr als nur eine Zeitersparnis — sie verkörpern das Prinzip der Standardisierung zur Steigerung der Qualität. Durch die Verringerung der Variabilität in der Vorbereitung im Labor erzielen Unternehmen schnellere Durchlaufzeiten, weniger Fehler und eine höhere Inspektionsbereitschaft.

Führungskräfte sollten Batch-Vorlagen als Teil ihrer digitalen Qualitätsstrategie betrachten. Wenn Labore konsistent in großem Maßstab arbeiten, können Unternehmen schneller agieren, ohne die Compliance zu gefährden.

Bild von Alireza Zarei

Alireza Zarei

Alireza Zarei ist Gründer und Geschäftsführer der Zamann Pharma Support GmbH in Deutschland. Er verbindet 20 Jahre Erfahrung im GMP-Bereich – beginnend 2005 im Labor – mit direkter globaler Projektausführung für Unternehmen wie Boehringer Ingelheim, Roche, BioNTech, Takeda, Fresenius Medical Care, Biotest, ratiopharm und andere. Sein Schwerpunkt liegt auf innovativen Validierungs- und Qualifizierungsverfahren, Strategien für das Stammdatenmanagement, der End-to-End-Implementierung und Betreuung von LIMS sowie pragmatischer Beratung zu allgemeinen Quality-Management-Themen und OpEx-Beratung auf Managementebene. Gemeinsam mit seinem Team hat er außerdem Pharmuni.com als führende GMP-Lernplattform der Branche aufgebaut.