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General Safety & Performance Requirements (GSPRs)

Einleitung

Die General Safety & Performance Requirements (GSPRs) stellen eine zentrale Anforderung dar, die für die Sicherheit und Leistung von Medizinprodukten sowie In-vitro-Diagnostika in der Europäischen Union zu erfüllen ist. Diese Anforderungen basieren auf der Medical Devices Regulation (EU MDR 2017/745) und der In Vitro Diagnostic Medical Devices Regulation (EU IVDR 2017/746) und sichern die Produktqualität, Sicherheit und Effektivität in medizinischen Anwendungen ab.

Definition und Konzept

Die GSPRs umfassen eine Reihe von Vorschriften, die als Grundlage für die Herstellung und Zulassung von Medizinprodukten in der EU dienen. Sie lassen sich in die folgenden Hauptbereiche unterteilen:

  • Allgemeine Sicherheitsanforderungen: Umfassen Aspekte wie Konstruktion, Produktionsprozesse und Risikomanagement.
  • Leistungsanforderungen: Stellen sicher, dass Produkte ihre beabsichtigte Funktionalität und Zuverlässigkeit nachweisen können, einschließlich klinischer Wirksamkeit.
  • Risikomanagement: Ein strukturierter Ansatz zur Identifikation, Bewertung und Minderung von Risiken während des gesamten Produktlebenszyklus.

Wichtige Zusatzkonzepte im Kontext der GSPRs umfassen klinische Evidenz, Marktüberwachung und Qualitätsmanagementsysteme.

Bedeutung

Die Relevanz der GSPRs für die Life-Science-Industrie und verwandte Sektoren kann nicht überbewertet werden. Sie gewährleisten:

  • Einen harmonisierten Rechtsrahmen für die Sicherheit und Qualität von Medizinprodukten innerhalb der EU.
  • Den Schutz von Patienten und Anwendern durch Minimierung gesundheitlicher Risiken.
  • Eine hohe Glaubwürdigkeit und Akzeptanz medizinischer Innovationen durch Erfüllung transparenter Standards.
  • Zugang zu europäischen Märkten durch die Sicherstellung der CE-Kennzeichnung auf Rechtskonformitätsebene.

Grundprinzipien oder Methoden

Die Umsetzung der GSPRs erfolgt auf Basis der folgenden Methoden und Prinzipien:

  • Risikoorientierter Ansatz: Hersteller müssen den Nachweis erbringen, dass Risiken durch Design und Herstellung auf ein Minimum reduziert wurden und verbleibende Risiken vertretbar sind.
  • Klinische Evidenz: Produktion und Nutzung von ausgereiften klinischen Daten, entweder durch Studien oder durch wissenschaftliche Literatur.
  • Nutzerzentrierte Gestaltung: Berücksichtigung von Ergonomie, Benutzerfreundlichkeit und sicheren Schnittstellen in Produktdesign und Anleitungen.
  • Marktüberwachung (PMS): Überwachung der Produktbilanz nach der Markteinführung, einschließlich Meldesystemen für unerwünschte Ereignisse.
  • Anwendung internationaler Normen: Nutzung harmonisierter Standards wie ISO 14971 für Risikomanagement und IEC 60601 für elektrische Sicherheit.

Anwendung

Die GSPRs finden in mehreren Schlüsselbereichen der Life Sciences, Pharma- und Biotech-Industrien spezifische Anwendung:

  • Produktdesign und Entwicklung: Integrierung von Sicherheits- und Leistungsanforderungen in den Entwicklungsprozess.
  • Zulassungsverfahren: Bereitstellung technischer Dokumentationen zur Konformitätsbewertung und CE-Kennzeichnung durch benannte Stellen.
  • Fertigung und Qualitätssicherung: Implementierung eines Qualitätsmanagementsystems (z. B. ISO 13485), um Konformität in der Produktion zu gewährleisten.
  • Klinische Studien: Durchführung von klinischen Prüfungen zur Validierung von Sicherheits- und Leistungsnachweisen.
  • Post-Market-Aktivitäten: Kontinuierliche Überwachung von Leistungskennzahlen, einschließlich Sicherheitskorrekturmaßnahmen im Feld.

Durch die Anwendung der GSPRs können Hersteller die Einhaltung rechtlicher Vorgaben sicherstellen und das Vertrauen in ihre Produkte stärken.